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Frau Fekter, was bedeutet Asyl für sie ?

3. Dezember 2010

Frau Fekter sollte sich schon bewußt sein worum es bei Asyl geht.

Ich zeige euch heute einen Fall, der nichts mit eventueller Gratwanderung bei der Entscheidungsfindung, nichts mit „Wirtschaftsflüchtling“ oder sonstigen Spitzfindigkeiten zu tun hat.

Ousmane ist aus Conkary der Haupstadt Guineas nach Österreich geflüchtet, bereits im April 2007 ist er das erste Mal bei uns angekommen, er war Sprecher einer regierungskritischen Studentenbewegung und mußte der Verschleppung seiner Eltern zusehen. Er erfuhr danach das seine Eltern ermordet wurden.

Er entschied sich Österreich wieder zu verlassen, reiste zurück nach Guinea und lebte dort 3 Jahre mit falscher Identität bis er aufgeflogen ist. Daraufhin brachte er seine Tochter bei einer Freundin in Sicherheit und floh nach Großbritannien. Dort wurde festgestellt das er bereits einmal in Österreich um Asyl angesucht hatte und nach Dublin II wurde er in den nächsten Flieger nach Wien gesetzt.

Am 17. August landete er in Schwechat und wurde sofort in Haft genommen, derzeit wartet er im Schubhaftgefängnis auf seine Abschiebung nach Guinea – was gleichzeitig sein Todesurteil bedeuten wird!

Ich verstehe die österreichischen Behörden nicht mehr, wann wenn nicht hier kann von Asyl gesprochen werden? Muss die Tochter (die sich nach wie vor bei einer Freundin im Ausland befindet) auch vom Tod ihres Vaters erfahren?

War es wieder einmal der berühmt berüchtigte Anruf bei den Behörden in Guinea?


Wien: grias eana do is de österr. Fremdenpolizei, geh sagn´s ma schnöll wean sie den Ousmane umbringen wann ma eam zruckschicken?

Conkary:no no Sir – er hat nichts zu befürchten, wir freuen uns schon sehr auf ihn und werden ihn am Flughafen ein Empfangskomitee bereit stellen!

Wien: dankscheen, frohe Weihnachten und an guaden Rutsch

Es könnte auch sein, dass da jemand ein wenig Nachhilfe in Geographie benötigt und Guinea mit Papua – Neuguinea verwechseln !! Meine Damen und Herren da liegt ganz viel Welt dazwischen.

Um euch eine kurze Zusammenfassung der Lage in Guinea geben zu können, habe ich die Erläuterungen aus wikipedia über den Umgang mit den Menschenrechten kopiert.

Menschenrechtslage

Die Verfassung bekennt sich zur Gewaltenteilung und fixiert allgemeine Bürger- und Grundrechte, welche in der Praxis bisher allerdings kaum oder nur in Ansätzen realisiert sind.

Am 28. September 2009 kam es in Conakry zu einem Blutbad durch die Militärregierung.
Ungefähr 50.000 Menschen demonstrierten am 28. September 2009 in der Hauptstadt Conakry in einem Stadion gegen die Militärführung des Landes.
Sicherheitskräfte schossen nach Augenzeugenberichten auf die Menschen.

Bei der brutalen Niederschlagung der Demonstration sind nach Angaben von Menschenrechtsgruppen und örtlichen Krankenhäusern mindestens 157 Menschen ums Leben gekommen.

Des Weiteren kam es im Laufe des Tages zu Massenvergewaltigungen an mindestens 100 Frauen durch Soldaten.

Frau Fekter ? wie wollen sie sich das Blut von Ousmane von den Händen waschen wenn er in seiner Heimat angekommen ist ?

wütende Grüße
Rosa

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