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Tritratrallalla

31. Oktober 2010

Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete!

Ich hätte da noch eine Idee für sie. Wie wäre es wenn wir einfach die Pallas Athene verkaufen und stattdessen durch den Kasperl ersetzen?
Wie sie oben am Foto sehen können, wäre es ganz einfach einen ordentlichen Kasperl vor das hohe Haus zu setzen, und bitte das Ganze nicht falsch verstehen.
Der Kasperl ist ein Herzensguter, immer bemüht den Guten zu helfen und den Bösen ein paar Watschen zu geben. Manches Mal geht er es halt ein bisserl ungeschickt und unüberlegt an, aber letztendlich kriegt immer das Krokodil oder der böse Tintifax was ihm zusteht und die Gretl, oder der Pezi, oder wer auch immer kriegen was sie verdient haben.
Aber Bitte!! überlegen sie es sich schon jetzt wirklich gut wen sie den Tinitfax und wen sie den Pezi spielen lassen möchten.
Wissen sie, irgendwie fühle ich mich als Steuerzahlerin als eine Art Arbeitgeberin für sie. Ich geh seit gut 25 Jahren einem geregelten Einkommen nach (na gut ich gestehe ich hab 3x auch die Frechheit gehabt und mir Karenzgeld zukommen lassen), führe brav jeden Monat meine Obolus ab. Darf auf Grund ihres Kurzurlaubes in der südsteirischen Therme jetzt auch noch ein bisserl mehr zahlen und irgendwie werde ich in den letzten Tagen das Gefühl nicht los sie sind mit den von mir übertragenen Aufgaben hilflos überfordert.

Zuerst meine sie, sie müssen die aktuellen Wirtschaftsdaten abwarten um eine saubere Lösung beim Budget vereinbaren zu können. Da kommt dann ein leichter Konjunkturaufschwung, die Arbeitslosigkeit geht zurück, alle Zeichen deuten auf eine positive Entwicklung.

Gleichzeitig führen sie Wahlkämpfe unter dem Motto „Bildung ist wichtig“ (zumindest ein Teil von den Damen und Herren), meinen wir brauchen qualifizierte Zuwanderung (auch wieder ein Teil – diese Klammer lass ich dann bei den nächsten Punkten weg, bitte einfach dazu denken), reden von einer Bildungsoffensive, setzen tolle Programme wie z.b. Lehre mit Matura um.. und dann fahren sie in die Therme!

Das Ergebnis dieser „Klausur“ würde wahrscheinliche jeder Lehrende an der WU mit „nicht genügend“ beurteilen, selten habe ich so ein unüberlegtes Konzept wie dieses Budget erlebt. Na gut ich gestehe, ich hab schon teilweise Planrechnungen für Firmengründungen gesehen, die waren annähernd genau so wenig durchdacht. Diesen Menschen gestehe ich aber zu, auf Grund mangelnden Fachwissens in Betriebswirtschaft solche Fehler zu machen.

Ihnen und ihren Expertinnen kann ich solche Fehler aber leider nicht durchgehen lassen. Sie werden es verstehen, dass ich jetzt Dinge wie z.b. die weiterführenden Auswirkungen der Streichung der Familienbeihilfe nicht im Detail anführen werde. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, ich spiele zwar mit dem Gedanken ein Buch zu schreiben, aber nicht über das Thema „wie aus dem Parlament ein Kaspertheater wurde“, dazu liefern sie genug Berichte in den Medien, und das täglich (siehe heute 31.10. Pressestunde mit Frau Dr. Karl)

Also meine Damen und Herren, wie wäre es wenn sie einfach zurück an den Start gehen, es noch einmal probieren (jeder hat eine zweite Chance verdient) und sich einmal wirklich Gedanken machen die der Höhe ihrer Apanage entsprechen?

Sollten sie irgendwelche Fragen haben – wie es im realen Leben hinter der Pallas Athene wirklich zugeht und was man so als AlleinerzieherIn, StudentIn, ArbeiterIn, Arbeitsloser (wie gendert man das?) wirklich dringend braucht und was nicht und auch was wovon abhängt, stehe ich Ihnen bzw. meine Kontakte gerne zur Verfügung.

Es grüßt sie
Rosa

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